Zukunftsstudie 2011: Zukunftsbilder der digitalen Welt
08.12.2011 · Mediennutzung übergreifend · Media-StudieDie Studie gibt internationale Einschätzungen zum künftigen digitalen Leben wieder.
Im Fokus dieser Phase der Zukunftsstudie des Münchner Kreises steht der Mensch als Nutzer neuer Technologie, wofür exemplarisch 16 Zukunftsbilder des zukünftigen digitalen Lebens untersucht wurden. Das digitale Schulbuch beispielsweise zeigt, dass innovative Lern- und Unterrichtsformen weltweit auf eine hohe Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft stoßen. So würden 61 Prozent der Deutschen ihr Kind das digitale Schulbuch ausprobieren lassen. Dennoch liegt Deutschland damit auf dem letzten Platz der Vergleichsländer Schweden, USA, Brasilien, China und Südkorea. Ähnlich bei der Zahlungsbereitschaft: So würden beispielsweise 45 Prozent der Befragten in China für das digitale Schulbuch zahlen, hierzulande sind es lediglich 28 Prozent. Gegen den Einsatz sprechen laut den Befragten in Deutschland die Technikabhängigkeit, die Kosten und die Angst vor Datenmissbrauch. Jedoch belegen die Ergebnisse der Zukunftsstudie 2011 das immense Potential, das innovativen Lern- und Unterrichtsformen zugeschrieben wird.
Die Menge der persönlichen, digitalen Daten steigt sehr schnell an. Dadurch ist es für den Einzelnen nicht mehr möglich, für eine lebenslange Verfügbarkeit der eigenen digitalen Daten sowohl technisch als auch zeitlich zu sorgen. Ein lebenslanger Datentresor, der die zuverlässige und sichere Speicherung digitaler Inhalte mit einer ortsunabhängigen und langfristigen Auffindbarkeit und Lesbarkeit verbindet, stößt vor allem in China, Brasilien und Korea auf hohe Resonanz. Hierzulande finden diese Lösung 57 Prozent interessant, denn nur jedem dritten Deutschen gefällt es, dass der Datentresor den lebenslangen Zugriff auf persönliche Daten – unabhängig vom Datenformat oder der nötigen Soft- oder Hardware – ermöglicht. Die bislang noch ungeklärte Frage, was mit den Daten nach dem Ableben passiert, stellt noch weltweit ein Akzeptanzproblem dar. 40 Prozent der Deutschen geben an, dass sie sich bemühen, so wenig persönliche Daten wie möglich im Internet preiszugeben. Ähnlich hohe Werte erreichen Brasilien (39 Prozent) und Korea (40 Prozent). Die USA sind in dieser Hinsicht sogar Spitzenreiter (45 Prozent).








