B2B Wertewelten: Komplexitätsreduktion durch Eigenaktivität
13.09.2011 · Fachzeitschriften · Media-StudieIn der neuen Studie „B2B-Wertewelten” hat der dfv gemeinsam mit dem Forschungsinstitut „nextpractice” 132 Top-Entscheider nach ihren persönlichen Wertmaßstäben befragt und auf dieser Grundlage die Funktion von Fachmedien genau unter die Lupe genommen.
„Komplexitätsreduktion durch Eigenaktivität“ so nennt sich ein von der Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag (dfv) entdeckter neuer Trend in der beruflichen Medienrezeption. Laut der Studie „B2B-Wertewelten“ wollen die Leser von B2B-Medien Informationen, die für ihren jeweiligen Beruf relevant sind, nicht einfach auf einem Silbertablett serviert bekommen. Vielmehr halten sie es in einer zunehmend interaktiven Welt für wichtig, selbst komplexe Zusammenhänge zu vereinfachen und sich aus eigener Kraft einen Weg durch das tägliche Informationsdickicht zu bahnen.
Für die Fachmedien bedeutet dies eine Rolle: Sie geben den B2B-Entscheidern das nötige Rüstzeug an die Hand, im Sinne des Megatrends eigenaktiv Komplexität zu reduzieren. Um die Leser beim Aufbau eigener Kompetenzen zu unterstützen, beschränken sie sich nun nicht mehr nur auf ihre klassische Kernfunktion als „Relevanzfilter“, sondern finden sich zunehmend in ihre neue Rolle als „Interaktionsverstärker“ ein, die laut Studie in der Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.
„Fachmedien liefern sachlich richtige, zeitlich passende und zielgruppenspezifisch zugeschnittene Informationen. Gleichzeitig bieten sie Plattformen für den gegenseitigen Austausch. So machen sie sich bei der Entscheidungsunterstützung und Meinungsbildung unentbehrlich. […]“, fasst Prof. Dr. Peter Kruse, wissenschaftlicher Kopf der Studie, zusammen.
Insbesondere B2B-Entscheider, die sich einem besonders hohen Druck im Berufsalltag ausgesetzt fühlen, honorieren Fachmedien als ideale Entscheidungshilfen. Doch nicht nur das persönliche Stresslevel, auch die Berufserfahrung beeinflusst das Urteil über Fachmedien: Die sogenannten „Young Professionals“, die erst zwei bis fünf Jahre in einer Branche tätig sind, bewerten die Fachmedien sogar noch positiver als die „alten Hasen“. Dabei nutzen insgesamt 52 Prozent, der Befragten die Fachmedien insbesondere als Relevanzfilter schätzen, eher zu Print-Produkten. 48 Prozent, bei denen die Rolle als Interaktionsverstärker besonders ins Gewicht fällt, neigen hingegen eher zu den digitalen Angeboten bzw. zum Informationsaustausch auf B2B-Events.
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