Döpfner: „Tablets und Smartphones sind Vertriebskanal der Zukunft“
Springer-Chef Mathias Döpfner hat auf der Dmexco die Paid-Content-Zukunft beschworen. W&V-Redakteur Kay Städele war dabei.
Moderator Wolfram Kons begrüßte Matthias Döpfner als 3-D-Mann: Der digitale Döpfner. Auf der Dmexco sprach der Springer-CEO über die Stärke der Verlage im mobilen Internet. „Wir alle könnten angesichts Flut der Buzzwords die Orientierung verlieren“. Allerdings hätte die Digital-Branche eine enorme Chance für die Verlage. „Auch wir wissen nicht immer, wo die Digitalisierung hinführt“, so Döpfner. Aber er sei sich sicher, dass die Revolution sehr weit voranschreitet. „Wir können heute nur ahnen, wohin uns die Digitalisierung der Daten führt.“
Döpfner setzt auf die digitalen Medien: „Ich bin überzeugt, dass das mobile Internet eine riesige Chance bereit hält“, so der Springer-Vorstand. . „Tablets und Smartphones sind der Vertriebskanal der Zukunft“, erklärt Döpfner. Die Geräte machten eine sinnliche Erfahrung möglich, die dem Papier mindestens ebenbürtig sei. Zudem sei die Reichweite viel höher. Drittens gäbe es das Potenzial des Rubrikengeschäfts sowie crossmediale Werbemöglichkeiten.
Die Tablets ergäben die Chance ein neues Medium zu eröffnen. Allerdings käme es auf die Qualität der Inhalte an. Mit Apples iPad sei ein Lean-Back-Medium im Markt, das auch anspruchsvolles Layout möglich mache – Stichwort Branded Entertainment. Zudem käme die emotionale Komponente und der einfach Bezahlmechanismus hinzu. Dabei sei allerdings das iPad nur ein Vorbote einer Entwicklung. Noch sei nicht sicher, was noch im mobilen Internet kommen würde.
Als Beispiele von Springers digitales Engagement nannte Döpfner unter anderem die Zukäufe von Portalen, die App-Entwicklung und das Performance-Marketing.Gerade die Apps seinen die neuen Verbündeten der Verlage. Zudem erwähnte Döpfner die Bereitschaft der digitalen Zusammenarbeit - wie zuletzt mit den Partnern ebay, Holtzbrincks Vermarkter iq und der Zusammenschluss der Tageszeitungsverlage OMS gegründete Targeting-Initiative.
Allerdings warnte Springer den Fehler des stationären Internets zu wiederholen. Nämlich die Inhalte im mobilen Internet ebenfalls kostenlos anzubieten. Denn die Werbewirtschaft wäre nicht in der Lage, die Gesellschaft durchzufüttern. Um aber die Leute zum Bezahlen zu bringen, müssten auch die Inhalte stimmen. Springers Erfahrungen wie dem App-Verkaufszahlen seien ermutigend. Der Journalismus sei keinesfalls vor dem Ende, sondern hätte definitv eine Zukunft – eine digitale.
Städele Redakteur










