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Affiliate-Marketing: Im Zangengriff der Internet-Giganten

Affiliate-Marketing: Im Zangengriff der Internet-Giganten

veröffentlicht am 15.09.2010 um 10:00 Uhr · Future Trends · Artikel
Das Werbegeschäft im Internet

Affiliate Netzwerke

Affiliate-Netzwerke verfügen über ein Pool an Seitenbetreibern und beteiligen diese an Verkäufen von Online-Shops oder Aktionen von Werbungtreibenden, die über die Website der Seitenbetreiber ermöglicht wurden. Bezahlt wird per Kundenkontakt oder pro Transaktion. Die größten Anbieter im deutschen Markt sind Zanox, Sedo (Affilinet) und Tradedoubler.

Werbenetze (Ad-Networks)

Werbenetzwerke bringen wie die Affiliate-Anbieter Werbungtreibende und Seitenbetreiber auf technischer Ebene zusammen. Wie im Affiliate-Marketing bekommt der Seitenbetreiber Werbemittel. Klickt ein Besucher darauf, erhält der Seitenbetreiber eine kleine Vergütung. Der wichtigste Unterschied zu den Affiliate-Anbietern: Die Ad-Networks rechnen meist pro Klick ab und provisionieren nicht den Wareneinkauf. Zu den Anbietern zählen Google, Adconion Media Group, Ad Tiger, Banner Community, Microsoft Advertising, Oridian, Specific Media, ValueClick Media und Yahoo.

Werbemarktplätze (Ad-Exchanges)

Werbemarktplätze vermarkten auch Inventar der großen Vermarkter, das in der ersten Runde nicht gebucht wurde. Die sogenannten Restplätze werden auf den Ad Exchanges meistbietend verhökert. Anbieter von Werbemarktplätzen sind etwa AdScale, Ligatus, die Google-Tochter DoubleClick, die Tomorrow Focus-Tochter Adjug, die zu Yahoo gehörende Right Media und das zu Microsoft gehörende Ad ECN.

Das Affiliate-Werbegeschäft gilt als krisen­sicher. In Zeiten knapper Budgets schätzen Unternehmen mehr denn je die Möglichkeit, mit wenig finanziellem Aufwand ihre Vertriebsziele skalieren zu können. Bezahlt wird an den Web­site-Betreiber, der den Kunden vermittelt, nur dann, wenn der eine konkrete Gegenleistung erbracht hat: Kaufabschluss oder Kundendaten. Daran hat sich nichts geändert.

Geändert haben sich die Gewichte im Markt. Den bis­herigen marktbeherrschenden Unternehmen wie Affilinet (Sedo), Zanox und Tradedoubler stehen mächtige Konkurrenten gegenüber, die einen Teil des Geschäfts schlucken könnten: Online-Marktplätze und Werbe-Netzwerke. Sie sind zwar kein neues Phänomen, doch sie greifen neuerdings Vertriebsbudgets ab.

Allen voran die finanzstarken US-Konzerne Google, Microsoft, Yahoo und demnächst auch Apple im mobilen Segment nutzen ihre Technikkompetenz, um den Erfolg von Kampagnen ähnlich konkret zu belegen. Experten sprechen schon davon, dass Zanox, Affilinet und Tradedoubler diesen Wettbewerb gegen die Giganten nicht gewinnen können. Deshalb versuchen Dienstleister wie die Unterföhringer Nonstop Consulting oder die Holtzbrinck-Tochter The Performance Network, sich in einer Nische einzurichten.

Auch mit neuen und teuren Systemen zur automatisierten Optimierung der Werbemittelsteuerung wollen die Affiliate-Netzwerke den Kampf gegen die US-Schwergewichte aufnehmen. Einen Vorteil haben sie dabei: Viele Kunden wollen sich nicht in die Hände der großen Konglomerate begeben.

Wer welche Geschäfte macht, zeigt der Kasten und das PDF zum Download. Was für Konsequenzen der Verdrängungswettbewerb für den Markt hat und wie die Affiliate-Spezialisten reagieren, lesen Sie in W&V Ausgabe 37 im Special zur Dmexco (EVT 16.09.2010).

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