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BCP-Awards 2010: Glamour und viele Preise

BCP-Awards 2010: Glamour und viele Preise

veröffentlicht am 30.06.2010 um 23:02 Uhr · Unternehmen · Artikel

Nach einem langen Kongresstag sind im Hamburger Grand Elysée die Best of Corporate Publishing Awards 2010 verliehen worde. Die rund 700 Gäste wurden dabei Zeuge, wie Hamburgs prominenter Parade-Transvestit Olivia Jones Tagesschausprecherin Judith Rakers ein wenig die Show stahl. In 27 Kategorien und für fünf Sonderpreise wurden insgesamt 34 Gold-Awards verliehen. Abräumer des Abends: Hoffmann und Campe Corporate Publishing: Der Hamburger Verlag gewann drei Gold-Awards und wurde darüber hinaus zehnmal nominiert.

Die Arbeitsgruppe, die im FCP für den Branchenpreis „Best of Corporate Publishing“ (BCP) verantwortlich ist, hat 2010 einiges umgekrempelt. Mit dem Ziel, dass die Wettbewerbskategorien bestmöglich die Anforderungen der Branche abbilden. Außerdem ermöglichte ein neues Jury-Prozedere eine differenziertere Bewertung der Einreichungen. Beide Jury-Gruppen bekommen alle der in diesem Jahr 609 Einreichungen zu sehen. „Damit wird die Breite des Gesamturteils deutlich erhöht“, erklärte FCP-Geschäftsführer Michael Höflich. Ralf Ansorge, Mitglied der Arbeitsgruppe BCP, ergänzt: „Bei den Juroren kam diese Neuerung sehr gut an.“

2010 kam erstmals die Kategorie „Cover des Jahres“ dazu. Der Sonderpreis wird gesponsert von der Bildagentur Corbis - und wurde gleich zweimal vergeben! Dies spiegle die hohe Qualitätsdichte wider, sagt Michael Höflich. Für den BCP-Wettbewerbsjahrgang 2010 gilt erfreulicherweise erneut, dass sich die Einreichungen auf einem hohen Niveau stabil halten. Und dass es der Branche der Corporate Publisher vergleichsweise gut geht und einige CPler sogar Umsatzwachstum verzeichnen.

Insgesamt gab es bei 600 Einreichungen 177 Nominierungen, was einer Silber-Auszeichnung gleich kommt. Dass dabei nicht nur große Budgets und Marken punkten zeigten einmal mehr Preisträger wie etwa die Bremer Hochschule der Künste, die für ihr Magazin „vier“ einen Gold-Award bekam und einmal nominiert wurde. Auch die kleine Ferienregion Bregenzer Wald wurde für ihr gleichnamiges Magazin nominiert – und die anwesenden Vertreter der Region waren sichtlich stolz darauf. Jeweils zweimal Gold konnten darüber hinaus Burda Yukom, Gruner + Jahr Corporate Editors und die Münchner Agentur grasundsterne mitnehmen.

Noch vor Beginn des Dinners wurde eine Veränderung sichtbar: Nicht der frühere Burda-Yukom-Chef Manfred Hasenbeck eröffnete des Abend, der zehn Jahre lang den von ihm begründeten Branchenverband Forum Corporate Publishing leitete. Auf der Bühne stand sein Nachfolger im Amt des FCP-Vorstands, Andreas Siefke von Hoffmann und Campe Corporate Publishing. Und der machte der Branche Mut: „Wir haben keine Medienkrise, sondern eine Orientierungskrise“, sagt Siefke zu den Voraussagen, digitale Medien würden in absehbarer Zeit Printmedien ablösen. Print bleibe und Digital komme – entscheiden sei letztlich ein glaubwürdiger und relevanter Content und weniger der Kanal, über den dieser verbreitet werde.

Und dann wurde es nach dem Dinner doch noch lustig. Und eines muss man sagen: Der Auftritt von „Deutschlands bekanntestem Transvestiten“ – so Judith Rakers – tat sichtlich gut. Nicht allein der Auftritt: Ein kurzes Schwarzes mit Flammenähnlichen Applikationen, ein Langer Roter Mantel der aussah wie das umgenähte Kleid einer Flamencotänzerin und natürlich viel Strass.Und natürlich ein Feuerwerk an Witzen und kleinen liebenswerten Anzüglichkeiten. Olivia Jones machte keine Show, sie ist eine. Hoffmann-und-Campe-Corporate-Publishing- Chef Manfred Bissinger bezeichnete sie als „meine Silberlocke“ während sie ihm zärtlich durch die Haare wuschelte und FCP-Geschäftsführer Michael Höflich, der ihr etwa bis zu den Achseln ging, als „ihren lebendigen Deoroller“.

Ausführliche Berichte zum Corporate Publishing Award gibt es im BCP-Supplement in der aktuellen W&V(26/2010).

Text: Raoul Fischer / Susanne Herrmann

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