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Andrea Treffenstädt ist Marktforscherin bei Axel Springer.
Andrea Treffenstädt ist Marktforscherin bei Axel Springer.

VA 2010: Mobiles Web vor dem Durchbruch

veröffentlicht am 14.09.2010 um 13:41 Uhr · Media & Marktforschung · Artikel

Das Mobile-Web steht an der Schwelle, den Massenmarkt zu erobern. Davon geht Andrea Treffenstädt, Marktforscherin beim Berliner Medienkonzern Axel Springer aus. Sie stützt sich hierbei auf die heute vorgestellten Ergebnisse der Verbraucheranalyse 2010 (VA), die Axel Springer und die Bauer Media Group, jährlich herausgeben. „Die nächste Phase der Entwicklung wird erreicht, wenn die technologischen Neuerungen und die geringen Kosten den Zugang erleichtern“, sagt Treffenstädt. Dann würde das Mobile-Web, also das mobile Internet via Smartphones, den Massenmarkt erobern.

Das mobile Surfen im Internet sei in allen Altersschichten verbreitet. Nicht nur junge Leute im Alter von bis zu 24 Jahren und Geschäftsleute würden dieser Form der Informationsbeschaffung nutzen. Auch ältere Menschen bis 54 Jahren seien darunter. Dabei dürfte sich die Mobile-Web auf die Mediennutzung kaum auswirken, glaubt Treffenstädt. Sie rechnet damit, dass es sich ähnlich entwickeln wird wie bei der Internet-Nutzung. Danach konsumieren die Bundesbürger Bücher, Zeitschriften und Tageszeitungen in gleichem Maße wie vor zehn Jahren. Lediglich die Fernsehnutzung hat in diesem Zeitraum leicht zugenommen.

Die Verbraucheranalyse befragt jährlich rund 30.000 Menschen, um Rückschlüsse auf ihr Konsumverhalten zu erlangen. In diesem Jahr können vor allem die Bank- und Versicherungswirtschaft, die Bier- sowie die Gesundheitsindustrie wichtige Erkenntnisse aus der Analyse ziehen. Wie aus der VA hervorgeht, hat vor allem deutlich das Interesse der Bevölkerung an der Geldanlage nachgelassen. So interessieren sich nur noch 34 Prozent der Befragten für Geldanlagemöglichkeiten. Noch vor zehn Jahren waren es 49 Prozent. Als Grund hierfür nannte die Bauer Media Marktforscherin Myriam Willmann die Finanzkrise. Sie hätte das Vertrauen der Konsumenten in die Banken erschüttert. Offenbar zweifeln viele Bundesbürger daran, ob sie bei den Banken die richtigen Anlagetipps erhalten, um ihr Vermögen zu mehren. Dennoch sei weiterhin das Interesse hoch, sich durch Versicherungen aller Art gegen Risiken abzusichern. So ist es laut VA für 52 Prozent der Befragten wichtig, „Versicherungen gegen alle Risiken abzudecken“, heißt es.

Weiterhin hohes Interesse bestünde darin, regelmäßig Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Rückläufig scheint zudem der Bierkonsum in der deutschen Bevölkerung zu sein. So gaben nur noch 13 Prozent der befragten Männer an, täglich Bier zu trinken. Vor fünf Jahren waren es noch 16 Prozent.

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