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Studie: Mobile Commerce kommt in Fahrt
Mit dem Smartphone-Markt kommen auch das mobile Internet und der mobile Einkauf endlich in Schwung. Rund zwei Drittel der Smartphone-Nutzer gehen regelmäßig mobil online. Das geht aus der Studie „Mobile Commerce Insights 2010“ hervor. Die Partner Denkwerk, Phaydon Research + Consulting und Interrogare befragten dafür 927 Smartphone-Nutzer. Über die Hälfte der mobilen Onliner kauft demnach mindestens einmal im Monat über das Handy ein.
Die Studie identifiziert drei Nutzungsszenarien: Neben der typischen On-the-Go-Situation unterwegs (von 60 Prozent zur mobilen Information über Produkte genutzt) gewinnt das „Couchsurfing“ an Bedeutung: Rund die Hälfte macht vom Smartphone auf dem Sofa oder am Arbeitsplatz Gebrauch. Das dritte Szenario ist „Socializing“, die mobile Nutzung in der Kneipe oder bei Freunden. Die Schwerpunkte unterscheiden sich dabei zwischen den Plattformen: „So sind iPhone-Nutzer im Mobile Commerce universell unterwegs, Android-Nutzer stöbern gern und tauschen sich mit Freunden zu Angeboten aus, BlackBerry-Nutzer greifen am häufigsten im beruflichen Alltag auf mobile Angebote zu“, erläutert Denkwerk-Geschäftsführer Marco Zingler .
Insgesamt ist bei der mobilen Internet-Nutzung auffällig, dass Browser und Apps in der Nutzergunst annähernd gleichauf liegen. Sie unterscheiden sich aber im Ansatz: Die Mobile Site ist laut Daniel Schmeißer, Managing Director von Phaydon, ein „optimiertes Schaufenster“. Hier erwarteten die Nutzer große Auswahl. Erst danach folge die App: „Bringt man einen solchen Nutzer dazu, eine App zu installieren, setzt dies bereits ein viel größeres Vertrauensverhältnis zum Anbieter voraus“, sagt Schmeißer. Von „nutzlosen Gimmick-Apps“ rät er ab.
Mobile Commerce ist durchaus beliebt: Rund zwei Drittel vergleichen mobil Preise, 56 Prozent kaufen über das Handy ein. Klassische E-Commerce- Produkte laufen auch mobil gut: So haben 59 Prozent der Befragten Bücher gekauft, 55 Prozent Musik. Die Hälfte der User geht dabei meist über den Browser. Das zeigt die Bedeutung optimierter Mobile Shops. „Der Schlüssel zum erfolgreichen Mobile Commerce ist die Usability“, sagt Zingler. Experten sehen den Markt 2014 bei einem Volumen von 300 Millionen Euro – Minimum. Das Interesse der Konsumenten zeigt die Umfrage: Rund die Hälfte will mehr Apps. Auch ortsbezogene Dienste kommen gut an: Jeweils rund 40 Prozent wollen die Anzeige von Shops in ihrer Nähe oder unterwegs auf Shopping-Angebote zugreifen.
Pfister Redakteur













