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OWM-Umfrage: Markenartikler erhöhen die Werbespendings
Die Werbewirtschaft hat ihre Krise überstanden. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus der jüngsten OWM-Umfrage ziehen. Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband hatte in den vergangenen Wochen ihre rund 100 Mitgliedsunternehmen nach den Zukunftsaussichten befragt und erhält jetzt ein überwiegend positives Bild von 2011.
Danach erwarten 56 Prozent eine Steigerung der Werbeausgaben, im Vorjahr waren es nur 40 Prozent. 29 Prozent rechnen mit einer Stagnation (2009: 31 Prozent), nur 14 Prozent mit sinkenden Ausgaben (30). Dies sei ein zuverlässiger Indikator für den Werbemarkt, so OWM-Geschäftsfüher Joachim Schütz. Immerhin beziehe die Befragung große und kleine Werbungtreibende der unterschiedlichsten Branchen mit ein. Entsprechend rechnen 51 Prozent der OWM-Mitglieder für 2011 mit einer sehr guten oder guten Entwicklung für die deutsche Wirtschaft. Und 95 Prozent glauben, dass sich ihr Umsatz im nächsten Jahr genauso gut oder sogar besser als 2010 entwickelt.
Im Zusammenhang mit den überwiegend positiven Aussichten warnt der OWM die Medienanbieter allerdings davor, die Gunst der Stunde zu „überzogenen Preisforderungen“ zu nutzen. Wenn die Medieninflation weiter galoppiere, so der OWM-Vorsitzende Uwe Becker, könne der positive Trend schnell ein Ende nehmen. Das Thema „Preiserhöhungen“ hatten die befragten Unternehmen denn auch als eines der größten Probleme für das nächste Jahr bezeichnet. Ebenfalls von großer Bedeutung: Der gesamte Themenkomplex Online, wobei hierbei die Effizienz der digitalen Werbung im Vordergrund steht. „Onliner weisen gern darauf hin, dass ihre Maßnahmen messbar und transparent sind“, so Schütz. „Die Unternehmen haben hier allerdings einen anderen Eindruck.“
Erst kürzlich hatte der OWM eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die den Nachweis liefert, dass manche Online-Werbemittel, die ausgeliefert wurden, auf den einzelnen Websites gar nicht ankamen. Schütz ruft deshalb zum Dialog auf: „Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig.“ Trotz dieser Diskussion um die Zuverlässigkeit digitaler Werbeformen ist Online nach Ansicht der werbungtreibenden Unternehmen im nächsten Jahr der große Gewinner: 76 Prozent berichten von zunehmenden Anteilen für Online-Werbung, kein einziges Unternehmen will hier weniger ausgeben als im Vorjahr.
van Rinsum Redakteur













