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Nielsen: Werbemarkt deutlich über Vorjahr
Gelungener Start in das vierte Quartal: Im Vergleich zum Oktober 2009 verzeichnet die Nielsen Werbestatistik ein Plus von 11,3 Prozent und damit für den Oktober 2010 einen Bruttowerbedruck in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro. Laut den Hamburger Forschern um Geschäftsführer Ludger Wibbelt haben die Above-the-line-Medien kumuliert seit Anfang des Jahres rund 19,8 Milliarden Euro brutto umgesetzt, das entspricht einem Plus von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Übrigens: Seit Jahresstart zählt auch der Boom-Sektor Internet dazu.
Laut Nielsen Media Research haben damit bislang alle Medien zugelegt, auch die Fachzeitschriften (plus 1,4 Prozent), die sich im Werbejahr 2010 sonst ziemlich schwer taten. Auch die gebeutelten Zeitungen retten jetzt ein Plus von 0,5 Prozent in das letzte Quartal. Sie setzten von Januar bis Oktober bisher rund 4,3 Milliarden Euro um.
Der positive Trend ist nicht mehr zu übersehen. So setzen die Zeitschriften ihren Aufschwung im Oktober fort: jetzt mit 4,5 Prozent gegenüber Januar bis Oktober des Vorjahres. Gut 2,8 Milliarden Euro sind bisher brutto umgesetzt worden. Auch Radio macht Boden gut. Unbereinigt gibt Nielsen für den Hörfunk bis Ende Oktober ein Plus von 5,2 Prozent auf mehr als1 Milliarde Euro Bruttowerbeumsatz aus.
Dass Werbekunden seit Jahresbeginn im Kino auf die neue Performance-basierte Abrechnung setzen und nur noch Kontakte einkaufen können, zahlt sich für das Werbemedium aus. Die Kunden bezahlen seither die Besucher, die in den gebuchten Filmen oder Kinostandorten über die Kasse erfasst worden sind. Somit lautet die Bilanz für Lichtspielhäuser bis Ende Oktober: plus 14,5 Prozent und bisher knapp 57 Millionen Euro an Bruttowerbeumsätzen.
"Werbers Liebling" bleibt weiterhin das reichweitenstarke Medium Fernsehen. Satte 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum werden laut Nielsen mit TV-Werbung brutto umgesetzt, das sind unbereinigt bislang gut 8,5 Milliarden Euro. An prozentualem Zuwachs wird TV abermals nur vom Medium Internet getoppt: mit jetzt 35,8 Prozent mehr Umsätzen gegenüber Januar bis Oktober 2009 und rund 1,8 Milliarden Euro Bruttowerbeerlösen. Auch das Plakat macht positive Schlagzeilen. Die Bilanz bisher: Insgesamt legt das Medium um 6,7 Prozent auf bisher 792 Millionen Euro Bruttowerbeumsatz zu.
Schobelt Redakteur













