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Meine Marken: Ronald Paul
Ronald Paul, Chef des Perfomance-Networks Quisma, kann sehr selbstironisch sein: In einem Video für seine Agentur hat er sich schon mal lässig mit Golfmontur filmen lassen, und das meiste Taschengeld hat er nicht wie üblich für Yps, Brauner Bär oder Märklin geopfert, nein eher für eine sehr schlüpfrige Marke.
Für welche Marke haben Sie früher das meiste Taschengeld geopfert?
Durex
Und für welche Marke würden Sie heute eine richtige Stange Geld ausgeben und sich einen lang gehegten Traum erfüllen?
Die Erfüllung eines lang gehegten Traums ist nicht unbedingt eine Frage des Geldes. Ich freue mich jetzt schon, eines Tages Geld für Marken wie Bellybutton, Maxi Cosi, Käthe Kruse oder Scout auszugeben ... Daran ist aufgrund unserer Expansion allerdings derzeit noch nicht zu denken.
Wie lange währt Ihre längste Marken-Beziehung? Und welcher Marke sind so lange treu geblieben?
Seit dem Sportunterricht in der Schule bis heute, wenn es zum Squashen in die Halle oder zum Laufen in den Wald geht, fühle ich mich mit der Marke Puma sehr wohl. Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern, sondern eine „Beziehung auf Lebenszeit“ bleiben.
Mal ehrlich: Welche Markenbeziehung von früher ist Ihnen heute eher peinlich?
Ganz ehrlich: Wit Boy. Kaum zu glauben, wie damals eine ganze Generation einer Jeans-Marke gehuldigt hat, die – im Nahhinein betrachtet – doch sehr „spezielle“ Kleidungsstücke auf den Markt brachte.
Gibt es ein Werbegeschenk, ein Give-Away, das Sie – trotz Aufdruck – gern benutzen oder tragen? Von wem haben Sie es bekommen?
Das gibt es: ein personalisierter FC Bayern-Fanschal, der mein ständiger Begleiter im Stadion ist. Ich trage ihn übrigens auch, wenn der FCB sich mal ein paar schwächere Partien leistet – und gönne den Dortmundern die Meisterschale, wenn sie auch nächstes Jahr wieder nach München gehört.
Geht da was: Mit welcher Marke kann man heute überhaupt noch einer Frau imponieren?
Da dürfte es einige geben. Aber will man das wirklich? „Die“ Frau lässt sich nicht von Images blenden, sondern schätzt ein gutes Essen, eine schöne Flasche Wein oder einfach mal eine Blume. Zum Valentinstag kann es ja dann etwas Kleines, Praktisches von Louboutin oder Balenciaga sein.
Bei Heißhunger: Für welchen (Marken-)Einkauf fahren Sie nachts extra noch zur Tanke?
Für keine, denn glücklicherweise ist mein Kühlschrank in aller Regel auch für Notfälle gewappnet. Beim Tanken wandert jedoch dann und wann ein Überraschungsei mit auf die Rechnung – aus drei wohl allseits bekannten Gründen.
Wenn Sie sich spontan entscheiden müssten, welche Marke ist Ihnen sympathischer?
Haribo Gummibärchen – Kinderschokolade
Blackberry - iPhone
Augustiner - Erdinger Weißbier
Swatch - Tag Heuer
Zeit - Spiegel
Mars – Balisto
Hugo Boss – Esprit
Landrover - Jeep
Porsche - Mercedes SLK
Wenn Sie ein Testimonial sein dürften, für was würden Sie Ihren Kopf hinhalten (bitte nicht ihren Arbeit- oder Auftraggeber, das tun Sie ja ohnehin!)? Welchen Markenkern würden Sie repräsentieren?
Analog für Lego aufgrund der Kreativität und der Freude am Spiel sowie für Ermenegildo Zegna wegen des Stils und der Eleganz. Digital früher für Mozilla und heute für Android als offenes Betriebssystem, denn es lohnt sich immer, demokratische Ideen zu unterstützen.
Waren Sie denn schon mal tatsächlich in einer Kampagne zu sehen?
Der erste Schritt ist zumindest getan – ich war einer der Akteure in unserem eigenen Spot „Quisma sucht den Super-Trainee“.
Wer dürfte Sie sponsern?
Unter anderem bei Apple würde ich wohl nicht nein sagen. Nicht nur die permanenten Produktneu- und -weiterentwicklungen führen bei mir ständig zum inneren Kampf: brauch ich’s oder brauch ich’s nicht? Hinzu kommt softwareseitig der iTunes-Store, der ebenfalls nicht zur Entspannung meines Geldbeutels beiträgt. Also, Steve: Ruf mich an!
Drehen wir mal den Spieß um: Wir haben uns mal Gedanken gemacht, für welche Marke Sie als Testimonial Pate stehen könnten. Wären südafrikanische Weine für Sie eher ein Kompliment oder eine Beleidigung? Warum?
Auf jeden Fall ein Kompliment! Das liegt nicht unbedingt an der herausragenden Qualität – da gibt es sicherlich Anbaugebiete, die noch einen Schritt voraus sind, aber ich verbinde mit südafrikanischem Wein nur die besten Erinnerungen an eine der schönsten Regionen der Welt, vor allem an die Gegend um Franschhoek herum.
Janotta Redakteur









