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Kempertrautmann: Banner-Blocker für den guten Zweck

Kempertrautmann: Banner-Blocker für den guten Zweck

veröffentlicht am 30.01.2012 um 14:45 Uhr · Digital · Artikel

Ein Addon, das Werbung im Web blockiert, finden viele praktisch. Zum Beispiel benutzen 14 Millionen User das Firefox-Addon Adblock plus. Nun verbindet Kempertrautmann (KT) das Angenehme mit dem Nützlichen: Statt Werbebannern werden mit dem "Vermisst-Addon" Vermisstenmeldungen eingeblendet.

Im Rahmen der mit Preisen (u.a. Effie, Mobius, Cannes, Eurobest, Young Guns) überschütteten Kampagne für die Initiative Vermisste Kinder setzen die Kreativen als neuestes Suchwerkzeug ein Browser-Addon ein, zunächst für Firefox, Google Chrome, Safari und Internet Explorer sollen folgen. "Nicht jeder hat ein Facebook-Profil", erklärt CD Marcell Francke den Anlass für die neue Maßnahme. Auch diese Internet-Nutzer wolle die Initiative aber erreichen. Zeitnah und wie mit einem digitalen Flugblatt geht das via Werbebanner: Das kostenlose Vermisst-add-on blendet Werbung aus und aktuelle Vermisstenmeldungen ein.

Banner, der Werbung blockt und Vermisstenmeldungen einblendet.

Ein Klick auf das Banner führt auf die Aktionsplattform, außerdem kann die Vermisstenmeldung per Facebook, Twitter und E-Mail geteilt werden. "Vermisste Kinder sind wichtiger als Werbebanner", fasst Marcell Francke zusammen - das ist auch das Kampagnenmotto, das auf der Webseite des Addons steht.

Die Social-Media-Kampagne "Deutschland findet euch" hilft bei der Suche nach den rund 100.000 Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland jährlich verschwinden. "Das Vermisst Add-on als weiterer Online-Kanal optimiert das Potenzial der Facebook-Seite. Es hilft, die Suche nach vermissten Kindern noch effizienter zu machen“, sagt Lars Bruhns, Vorstand der Initiative Vermisste Kinder. Seit der Gründung der Initiative 1997 wurden bereits 71 Kinder gefunden; 2010 gemeinsam mit KT, Hamburg, die Aktion "Deutschland findet euch" anlief, wurden über die Plattform vier Kinder gefunden. Bei Kempertrautmann arbeiten für das Projekt Marcell Francke (CD/AD, Beratung), Heiko Freyland (CD), Patrick Matthiensen (CD, Text, Beratung), Leif Johannsen (AD) und Bruno Luglio (Grafik).

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