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Facebook: Mit 195 Euro zum Online-Shop
Zwei deutsche Unternehmen wollen mit ihrer Facebook-Shop-App den Markt rund um den E-Commerce auf dem Sozialen Netzwerk erobern. Fishnet Service, Hamburg, und Bymii, eine Göttinger Hochschul-Gründung aus dem Jahr 2010, bieten ab sofort den Facebook-Shop an und wollen bei den potentiellen Kunden unter anderem mit günstigen Preisen punkten.
Eine Fanpage ist für Online-Shops ja inzwischen fast ein Muss, als Verkaufsplattform nutzen allerdings erst wenige Unternehmen das Soziale Netzwerk. Doch einige Facebook-Dependencen gibt es schon: Bereits seit 2010 ist Apple mit seinem iTunes-Store auf Facebook vertreten.
Neu ist das Angebot von Facebook-Shops also nicht, doch nun wollen der Online-Shop-Dienstleister Fishnet Service und das Start-Up Bymii mitverdienen und mehr Unternehmen mit ihren Shops auf das Soziale Netzwerk bringen. Die Installation kostet 195 Euro, danach wird eine Provision von zwei Prozent des Umsatzes und eine Abgabe von 20 Cent pro Bestellung fällig. Facebook selbst verdient nichts an den Verkäufen.
Der Facebook-Shop ist an den E-Commerce-Shop so angeschlossen, dass die Warenbestände und die Preise nur im regulären Shop gepflegt werden müssen und sich bei Facebook automatisch angleichen. Der Betreiber kann sich entscheiden, ob der User für den Bestellvorgang auf den Online-Shop umgeleitet wird, oder ob die Bestellung auf Facebook abgewickelt wird. Der User hätte so den Eindruck, Facebook gar nicht zu verlassen. Allerdings seien die Deutschen „sehr sensibel beim Datenschutz, daher funktioniert die komplette Integration in Facebook hier nicht so gut“, so Karsten Geyer, Geschäftsführer von Fishnet Service.
Für erste Kunden haben die Kooperationspartner bereits Facebook-Shops umgesetzt, beispielsweise für Smilestore, einem Anbieter von Bleaching-Produkten.
Auch Facebook selbst arbeitet am Ausbau des E-Commerce auf seiner Plattform. So hat das Unternehmen laut einem Bericht von Venture Beat die Tochter Facebook Payments Inc. gegründet. Die genauen Aufgaben des neuen Unternehmens sind zwar nicht bekannt, klar ist nur, dass es neue Features geben soll. Gut möglich also, dass Facebook an eigenen E-Commerce-Lösungen arbeitet. Einen Schritt, um das eigene Bezahlsystem Facebook Credits voranzubringen, hat das Netzwerk bereits angekündigt. Ab Juli müssen Facebook-Spiele wie Farmville oder Mafia Ward die Zahlung in der virtuellen Währung ermöglichen.
Mozart Redakteur









