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W&V Eventreport: Deutscher Mediapreis 2010
„Endlich blicken wir wieder positiv in die Zukunft“ – in seiner gewohnt launigen Eröffnungsrede machte der Schirmherr Christian Ude zum Auftakt des Deutschen Mediapreises 2010 Hoffnung, dass es endlich wieder bergauf gehen könnte. „Es bleibt Ihnen ja auch nichts anderes übrig“, relativierte der Oberbürgermeister der Stadt München allerdings im nächsten Satz. Trotzdem sprach Ude von einem „kometenhaften Aufstieg der Branche“, die aber aufpassen müsse, sich nicht in Zeiten der großen Rabattschlachten am Ende selbst am meisten Schaden zuzufügen.
Küssen hält schlank, freute sich Jochen Kalka bei seiner Rede im Alten Rathaus. Denn genau 115 Küsse kassierte der Chefredakteur laut W&V-Geschäftsführer Martin Korosec beim Begrüßungsmarathon.
Die Laudatio zur „Königsdisziplin“ Beste Media-Strategie hielt in diesem Jahr Stern/Geo/Art-Anzeigenleiter Lars Niemann. In diesen Zeiten habe er eigentlich keine preiswürdigen Einreichungen erwartet. Umso überraschter sei er gewesen, als er die Jury-Unterlagen gesichtet hat. „Das waren mediale Perlen in Zeiten der Rabattitis“.
Der Höhepunkt des Abends war erreicht, als Serviceplan-Geschäftsführer Florian Haller zur „Media-Persönlichkeit des Jahres“ gekürt wurde. Martin Krapf, die Media-Persönlichkeit aus dem vergangenen Jahr, übergab das Zepter an seinen Nachfolger mit einer bewegenden Laudatio vor den mehr als 500 Gästen. „Florian Haller steht für das, was gerade in diesen Zeiten wichtig ist, nämlich Vertrauen“.
Sichtlich überrascht nahm Haller, der bis zu diesem Moment nichts von seiner Nominierung gewusst hatte, die Kugel entgegen. Er sei enorm geehrt, „denn der Deutsche Mediapreis hat in diesen Tagen eine ganz besondere Bedeutung: Die Branche im Dreieck zwischen Agenturen, Medien und Kunden krankt seit geraumer Zeit daran, dass zu viel über Konditionen geredet wird. Der Mediapreis gibt eindrucksvolle Beispiele, dass Media immer noch vor allem eine strategische Funktion hat“.
Gundelach Redakteur










