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Die besten Kreativdirektoren der Welt: Andy DiLallo
Die Veranstalter des Werbefestivals PIAF haben sich die Mühe gemacht, anhand der Prämierungen auszurechnen, wer die besten CDs der Welt sind. W&V Online stellt die Topkreativen vor. Diesmal: Andy DiLallo, der Ami in Australien.
Andy DiLallo ist die Nummer vier der PIAF-Liste. Er arbeitet bei Leo Burnett in Sydney; als Regional Creative Director Japan und Executive Creative Director in Sydney; als ECD seit 2007. Schon am Anfang seiner Karriere lernte er Cannes kennen: Als Vertreter Australiens nahm er am Wettbewerb Young Lions teil.
Was lieben Sie?
Ich liebe es, wenn man mich neidisch macht; ein Wahnsinnsgefühl, etwas zum ersten Mal zu sehen, was so clever gemacht ist, dass man es nicht aus dem Kopf bekommt. Allzu oft kommt das nicht vor – aber wenn doch, dann lässt es mich nicht los. Ich bin noch immer brutal neidisch auf die Kampagne Gatorade Replay aus dem vergangenen Jahr. Eine der besten Kampagnen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe.
Und hassen Sie auch was?
Müsste ich etwas nennen, dann wären es Kompromisse: Zu akzeptieren, etwas Durchschnittliches zu machen, weil die Zeit fehlt - oder die Visionen auf Seiten der Leute, denen du zu helfen versuchst.
Keine Frau ist unter den besten zehn CDs der Welt. Warum?
Kein Ahnung, wirklich nicht. Vielleicht haben die Piaf-Leute Susan Credle, Marie Catherine Dupuy, Jureeporn Thaidumrong oder Tiffany Rolfe nicht erwischt?
(Anm. der Redaktion: Es gibt sie! Credle ist CCO bei Leo Burnett USA, Dupuy ist CCO von TBWA Frankreich, Thaidumrong die Gründerin von JEH United, Rolfe ist ECD bei Crispin Porter + Bogusky in L.A.)
Kann deutsche Werbung international mithalten oder muss sich da noch gehörig etwas ändern?
Für jeden, der wettbewerbsfähig bleiben will, gilt: Stell dir diese Frage nicht. Agenturen sind gewissermaßen Organismen, sie wachsen und wachsen, und sie passen sich an wechselnde Bedingungen an. Man muss sich wohlfühlen in einem Zustand, in dem alles ständig im Fluss ist. Augen und Ohren offen halten für alles, was auf der Welt geschieht, ist ein wichtiger Teil davon.
Was macht Sie wütend?
Arroganz. Es kotzt mich wirklich an, wenn ich Leute treffe, die auf andere herabschauen, weil sie ein total aufgeblasenes Gefühl ihrer Wichtigkeit haben. Es ist von großer Bedeutung, wie jemand Menschen behandelt. Meiner Meinung nach sollte Erfolg Erfolg hervorbringen, keine Arschlöcher.
Wer, wenn nicht Sie: Wissen Sie, wie Werbung in 10 oder 20 Jahren aussehen wird?
Für jeden anders. Ich glaube, Werbung wird sehr viel stärker maßgeschneidert und personalisiert sein. Wir erfahren mehr und mehr über Konsumenten und ihre Verhaltensweisen. Die erfolgreichsten Marken werden sich ihren Weg in den Alltag der Menschen bahnen, und zwar indem sie den individuellen Lebensstil verbessern oder die Leute unterhalten. Das hat ekelhafterweise schon begonnen, aber glaubt mir: Das ist noch gar nichts!
W&V Online präsentiert eine Auswahl von Andys Arbeiten und seine Lieblingswerbung von Gatorade in der Bildergalerie.
Herrmann Redakteur










