Der Guardian schließt Errichtung einer Paywall aus
veröffentlicht am 01.02.2012 14:14 Uhr in PrintAndrew Miller, CEO der britischen Guardian Media Group, hat ausgeschlossen, dass der Verlag für seine Website eine Paywall einrichten wird. Derzeit versucht der Verlag, die jährlich anfallenden Verluste in Höhe von rund 40 Millionen Pfund (48 Millionen Euro) durch Umstrukturierungs- und Einsparungsmaßnahmen abzubauen. Die Guardian-Gruppe, zu der neben der Tageszeitung The Guardian auch der Sonntagstitel The Observer gehört, hat in den vergangen Wochen den Umfang ihres Print-Angebots teilweise zurückgefahren und seit 2009 mehr als 250 Arbeitsplätze abgebaut. Die Website Guardian.co.uk gehört dagegen zu den erfolgreichsten englischen Sites überhaupt. Im November verzeichnete sie fast 64 Millionen Nutzer, die Zahl der täglichen User lag bei 3,7 Millionen. Mit der Errichtung einer Paywall, so Miller, würde sich der Verlag selbst von künftigen Digital-Erlösen ausschließen.
Brand Republic
Warner will gegen EMI-Verkauf „mit allen Mitteln kämpfen“
veröffentlicht am 01.02.2012 12:02 Uhr in TV/RadioDie Warner Music Group will gegen den geplanten Verkauf des britischen Musik-Labels EMI an die Universal Music Group und Sony ATV „mit allen Mitteln kämpfen“. Dies erklärte Edgar Bronfman, der scheidende Chairman der Warner Music Group, auf einer Medien-Konferenz im kalifornischen Dana Point. Bronfman hatte im vergangenen Jahr selbst noch versucht, das Musikgeschäft von EMI zu übernehmen, war dann aber von Universal überboten worden, das 1,9 Milliarden Dollar für EMI Music zahlen will. Das Verlagsgeschäft mit den Musik-Verwertungsrechten ging an Sony ATV, einer Tochter der Sony Corp. für 2,2 Milliarden Dollar. Laut Bronfman sei der Deal „gefährlich“, da durch die entstehende Marktkonzentration Innovationen verhindert und die Musiker-Tantiemen gesenkt werden könnten. Derzeit wird der geplante Deal von den Wettbewerbsbehörden in Europa und den USA geprüft, dieser Prozess dürfte noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Bislang haben die Wettbewerbsschützer öffentlich noch keine Bedenken gegen die geplante Transaktion geäußert.
Los Angeles Times
Amazon steigert Umsatz kräftig, macht aber weniger Gewinn
veröffentlicht am 01.02.2012 10:52 Uhr in New MediaDas amerikanische Internet-Unternehmen Amazon meldet für das vierte Quartal 2011 einen Gewinn in Höhe von 177 Millionen Euro bei einem Umsatz von 17,4 Milliarden Dollar. Obwohl Amazon damit beim Umsatz ein Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres verzeichnet, blieb es hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Sie hatten ein Plus von über 40 Prozent prognostiziert. Der Gewinn ging im vierten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 sogar um 58 Prozent zurück. Im Gesamtjahr 2011 erzielte Amazon einen Umsatz in Höhe von 48,1 Milliarden Dollar (plus 41%) bei einem Gewinn von 631 Millionen Dollar (minus 45%). Die Gewinnrückgänge sind vor allem den gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur mit neuen Auslieferungslagern geschuldet und vermutlich der Tatsache, dass das Unternehmen seine Kindle E-Reader stark subventioniert und mit ihnen real Verluste einfährt. Konkrete Verkaufszahlen für die verschiedenen Kindle-Modelle nennt Amazon weiterhin nicht.
All Things Digital
„Sun on Sunday“ vorerst auf Eis gelegt
veröffentlicht am 01.02.2012 09:34 Uhr in PrintDer britische Zeitungsverlag News International von Rupert Murdoch hat die Pläne für einen Nachfolgetitel für das im vergangenen Jahr eingestellte Sonntagsblatt News of the World vorübergehend wieder auf Eis gelegt. Die Vorbereitungen für das neue Blatt, das intern als „Project X“ und in Medienkreisen als „Sun on Sunday“ gehandelt wird, sollen schon weit fortgeschritten sein. In der Branche wurde über einen Launch am 29. April spekuliert. Wie die Financial Times berichtet, soll das Projekt aber nach der am vergangenen Wochenende erfolgten Verhaftung von vier leitenden Journalisten des Boulevardblatts The Sun, das ebenfalls von News International herausgegeben wird, zurückgestellt worden sein. Den vier Journalisten wird vorgeworfen, Angehörige der Polizei bestochen zu haben, um an interne Polizeiinformationen zu gelangen. Auch ein Polizeibeamter ist in diesem Zusammenhang festgenommen worden.
Financial Times
SapientNitro ist die Top-Mobile-Agentur in den USA
veröffentlicht am 01.02.2012 08:07 Uhr in AdvertisingSapientNitro, AKQA, Ogilvy, Tribal DDB und Razorfish sind in den USA die Agenturen, die über die meiste Mobile-Expertise verfügen. Dies besagt jedenfalls eine Studie des Marktforschers Forrester, die Digitalagenturen nach ihrer Kompetenz im Mobile-Bereich untersuchte. Die Marktforscher werteten dabei u.a. das Service-Angebot der Agenturen in diesem Bereich, die erzielten Umsätze sowie die Generierung von Neugeschäft; außerdem mussten die Agenturen mindestens fünf Jahre Mobile-Erfahrung nachweisen. SapientNitro schnitt von allen untersuchten Agenturen dabei am besten ab. Den fünf Top-Dienstleistern folgten als „Strong Performers“ die Digitalagenturen iCrossing, VML, Rosetta und Possible Worldwide.
Media Post News
© Netflix
BSkyB will eigenen Online-Streaming-Service launchen
veröffentlicht am 31.01.2012 14:14 Uhr in New MediaDer Konkurrenzkampf auf dem britischen Online-Streaming-Markt nimmt zu: Nach dem erfolgreichen Launch des US-Anbieters Netflix in Großbritannen vor wenigen Wochen kündigte jetzt die Pay-TV-Plattform BSkyB an, noch in der ersten Jahreshälfte ebenfalls einen Online-TV-Service starten zu wollen. Angeboten werden zunächst Filme zum Download, später sollen Sport-Sendungen und Entertainment-Programme hinzukommen. Mit dem neuen Angebot will BSkyB vor allem die 13 Millionen Haushalte ansprechen, die bislang noch kein Pay-TV-Abo haben. Ein weiterer Player auf dem UK-Markt ist Amazon mit seinem LoveFilm-Service. Außerdem wollen die TV-Sender BBC, ITV, Channel 4, Channel 5 sowie die Kommunikationskonzerne BT, Talk Talk und Arqiva demnächst gemeinsam ihr Streaming-Angebot YouView an den Start bringen.
The Guardian
Drei Mitgründer verlassen Demand Media
veröffentlicht am 31.01.2012 11:59 Uhr in New MediaGleich drei Mitgründer und führende Manager von Demand Media verlassen die amerikanische Content-Fabrik. So meldet Paid Content, dass Larry Fitzgibbon, bislang zuständig für das internationale Geschäft, Joe Perez, verantwortlich für die Produktentwicklung, und Steven Kydd, der das Video-Geschäft betreute, aus dem Unternehmen ausscheiden. Eine Sprecherin bezeichnete die Tatsache, dass gleichzeitig drei wichtige Manager das Unternehmen verlassen, als einen „bloßen Zufall“. Vor allem der Abgang von Steven Kydd kommt für Demand Media zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da das Unternehmen als wichtiger Video-Lieferant von YouTube gilt, das in diesem Jahr sein Premium-Video-Angebot deutlich ausbauen will.
Paid Content
US-Zeitungsverlag Gannett meldet deutlichen Gewinnrückgang
veröffentlicht am 31.01.2012 10:52 Uhr in PrintDer größte Tageszeitungsverlag der USA, die Gannett Corporation, die u.a. USA Today herausgibt, meldet für das vierte Quartal 2011 einen Gewinnrückgang um 33 Prozent auf 117 Millionen Dollar. Laut dem Unternehmen ist dieser Rückgang vor allem auf hohe Kosten für Umstrukturierungen im Personalbereich zurückzuführen. Der Umsatz im vierten Quartal fiel um fünf Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Dollar. Während die Umsätze im Printbereich um fünf und im TV-Bereich um 14 Prozent zurückgingen, stiegen sie beim Digitalgeschäft um neun Prozent auf jetzt 181,5 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2011 meldet Gannett einen Gewinn in Höhe von 459 Millionen Dollar, das sind 22 Prozent weniger als im Jahr 2010, bei einem Umsatz von 5,2 Milliarden Dollar (-4 Prozent).
Washington Post
© Talpa Media
John de Mol will neuartige „hybride TV-Show“ starten
veröffentlicht am 31.01.2012 09:43 Uhr in TV/RadioDer TV-Produzent und Erfinder von „Big Brother“, John de Mol (Foto), will gemeinsam mit der Universal Music Group die „erste hybride Gameshow/Talent-Show“ launchen. Wie der Guardian berichtet, hat de Mols Produktionsfirma Talpa Media dazu einen weltweit gültigen Vertrag für die Show mit dem Titel „The Winner is...“ unterzeichnet. Offenbar befindet sich de Mol bereits in Verhandlungen mit TV-Sendern, die die Show ausstrahlen wollen. Es handelt sich um eine wöchentliche, 90-minütige Sendung, in der jeweils zwei Sänger in einem „Duell“ gegeneinander antreten. Die Jury besteht aus 100 Zuschauern und einem Musik-Experten. Der Gewinner einer Duell-Runde erhält einen Geldbetrag, der mit jeder weiteren gewonnenen Runde anwächst. Die beiden Kontrahenten können aber auch untereinander aushandeln, wer in die nächste Runde geht. Außerdem haben sie die Option, das gewonnene Geld zu nehmen und auszusteigen. Für de Mol handelt es sich bei der Show zu 75 Prozent um einen Gesangswettbewerb und zu 25 Prozent um eine Gameshow.
The Guardian
Britischer Daily Telegraph baut 30 Arbeitsplätze ab
veröffentlicht am 31.01.2012 08:06 Uhr in PrintDie britische Telegraph Media Group (TMG), die den Daily Telegraph und den Sunday Telegraph herausgibt, will 30 Arbeitsplätze abbauen. Laut Guardian schrieb CEO Murdoch MacLennan in einer E-Mail an die Mitarbeiter, dass das Jahr 2012 für den Verlag „sehr schwierig“ sein werde. Bei dem Arbeitsplatzabbau handelt es sich demnach wohl um eine Kostensenkungsmaßnahme. Gleichzeitig teilte MacLennan aber auch mit, dass das eingesparte Geld für Investitionen im Digitalbereich verwendet werden soll, speziell für die Entwicklung von Digitalausgaben für das iPad und die Kindle-Geräte.
The GuardianDer Neueste Blog
Kontakter-Blog von der Ispo: Hält der knallbunte Outdoor-Trend ewig an?
Immer bunter, immer mehr High-Tech - das ist der Trend bei den Outdoorjacken, von denen sich die Bergsportausrüster wachsenden Umsatz erhoffen. Die Frage ist, nur, ob die Konsumenten irgendwann keine Lust mehr haben, als wandelnde Neonröhren durch die Innenstädte zu laufen.
Letzte Beiträge im Blog
- Unkreatives Frankfurt? Die Networks sind selbst schuld! von Herrmann veröffentlicht am 27.01.2012 10:30 Uhr
- Pitches ohne Sinn von Herrmann veröffentlicht am 23.01.2012 10:30 Uhr
- Kann Dschungelcamp-Werbung einer Marke schaden? von Herrmann veröffentlicht am 19.01.2012 10:30 Uhr
Die letzten Kommentare
- Der Himmel bewahre uns vor dem... von Susanne Fischer 02.02.2012 16:53 Uhr
- @ur_synchrights Ich sehe das m... von Michael Grundschok 01.02.2012 14:49 Uhr
- Wer stellt denn in der vernetz... von Reinhard Genseleiter 31.01.2012 16:56 Uhr
Autoren
- Frank Zimmer
- Frauke Schobelt
- Anja Janotta
- Lena Herrmann
- Thomas Nötting
- Rolf Schröter
- Ulrike App
- Jochen Kalka
- Klaus Wieking
- Markus Weber
- Manuela Pauker
- Leif Pellikan
- Kay Städele
- Conrad Breyer
- Petra Schwegler
- Katharina-Viktoria Drexler
- Julia Kloft
- Judith Pfannenmüller
- Gregory Lipinski
- Florian Zettel
- Ralph-Bernhard Pfister
- Lisa Priller-Gebhardt
- Susanne Herrmann
- Linda Ross
- Jan-Philipp Schlecht
- Franziska Mozart
