veröffentlicht am 17.03.2011 11:14 Uhr in
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Von: Lena Herrmann
Umdenken verlangt: Wrangler inszeniert "We are animals" neu
Zuletzt entstand der Eindruck, gerade in der Kategorie Print ist mittlerweile alles gesehen, alles umgesetzt, alles gemacht worden. Wie wohltuend, wenn dann plötzlich eine Kampagne auftaucht, die das Gegenteil beweist und die es schafft, den Betrachter aufhorchen und genauer hinblicken zu lassen. Indem sie ihn tief berührt. Und genau das schafft die aktuelle Wrangler-Kampagne. Das französische Kreativduo Fred & Farid setzt den "We are animals"-Auftritt mit fulminanten Motiven fort.
Mit viel Feuer, Zerstörung und Gewalt ergreifen die 34 Motive den Betrachter und sprechen seine Emotionen an. Das ist ganz der Sinn der Sache: "We are animals" spielt auf die Instinkte der Mensch an, nicht auf ihre Ratio. Damit macht die Fortführung der Kampagne Sinn - denn im ersten Moment ist nicht ganz ersichtlich, warum die Models plötzlich nicht mehr in der freien Wildbahn animalisch anzutreffen sind. Sondern mit viel Pyrotechnik durch die Luft wirbeln. "We are animals" scheint zu weit her geholt.
Doch wer in sich hineinhört, der spürt, dass die Motive Sinn machen: Fred & Farid fassen die Instinkte der Menschen in Bilder - in den vorliegenden geht es vor allem um den Überlebensinstinkt. Das ist aufwühlend, berührend, emotional. Und außerdem grandios umgesetzt. Dass die Kampagne dabei nicht im Wald stattfindet sondern mitten in der Stadt, in der Zivilisation, das stört nicht. Im Gegenteil. Auch urbane Menschen werden in extremen Situationen bei ihren Instinkten gepackt. Und dann zählt nichts anderes mehr. Genau das lässt und die Kampagne spüren. Und genau das macht uns zu Tieren. Ob wir das wollen oder nicht. Welch konsequenter Gedanke, den Fred & Farid hier so brilliant bis ans Ende denken.
Schlagworte: Fred & Farid Wrangler
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