veröffentlicht am 26.04.2011 15:40 Uhr in
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Von: Anja Janotta
So muss Social Media gehen
Social Media klappt nur, wenn es wirklich das hält, was der Name verspricht - es muss im wahren Sinne sozial sein. Es muss dem Einzelnen helfen, dann habe ich als Marke, als Unternehmen oder Person Erfolg mit Social Media. Das hat mir auf dem Internet World Kongress Mirko Lange von Talkabot Media erzählt. Eine Woche später folgte der Beweis: Ich hatte mein iPhone in dem gerade neuen Münchner Einkaufszentrum Pasinger Arcaden verloren, ein Ort, der ganz offensichtlich noch eine unverwechselbare Identität und Marken-Image sucht. Der pfiffige Finder aber, ein Angestellter des Sicherheitsservice, hat nicht nur mein Handy gierigen Jugendlichen entrissen, sondern auch eine ganz moderne Strategie für seinen Finderlohn verlangt: Sein Arbeitgeber sei im Social Web, ich möge doch bitte einen netten Kommentar auf Facebook absetzen. Mehr will er nicht, kein Geld, kein Eis, keinen Kaffee, nur ein echtes "Gefällt mir".
Das Ganze eine wahre Lehrstunde in Social Media: Tue Gutes und lass' andere möglichst ausführlich darüber reden. Das ist nicht wirklich Neues, das ist nichts Revolutionäres, nichts besonders Hippes. Eigentlich ist es bieder und das Gegenteil von dem, was man landläufig mit dem ultra-modernen Social Media verbindet. Aber es stimmt deswegen nur umso mehr. Denn Social Media ist eigentlich auch nur eine weitere Technik, mit der sich Botschaften unters Volk bringen lassen. Warum aber sollten sich die Adressaten ändern, warum sollte sich ihre Befindlichkeit ändern, nur weil sie ein modernes Medium nutzen? Wenn man also den Nutzer und seine Bedürfnisse ernst nimmt, heißt das in der Kommunikation zwar wieder nur Handwerk statt Wunderwerk, heißt es trocken Brot statt Sahneschnittchen - dafür gewinnt man aber etwas wirklich Wertvolles: Ernstzunehmende, langfristige und strapazierfähige Kunden- und Markenbeziehungen.
Schlagworte: Social Media iPhone
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