veröffentlicht am 10.02.2010 10:45 Uhr in
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Von: Lena Herrmann
Alles nur Lug und Trug: McDonalds will gar nicht grün sein
Nennt man sowas nicht PR um jeden Preis? McDonalds beschließt, künftig sein gelbes "M" auf einen grünen statt auf einen knallrote Grund zu setzen und lässt die ganze Welt glauben, das habe etwas mit einer Fokussierung auf das Thema Umweltschutz zu tun. Und dann: Alles ein schlechter Scherz? "Das war nie Teil der Strategie. Wir sind kein grünes Unternehmen", lässt sich McDonalds-Chef Bane Knezevic aktuell von sueddeutsche.de zitieren. Dass Konsumenten als auch Umweltverbände und Medien das aber monatelang gelaubt haben, irritiert ihn nicht. Viel mehr freut er sich über den Nutzen für sein Unternehmen. Schließlich sei McDonalds durch die hitzige Diskussion, die der angekündigte Farbwechsel mit sich gebracht hatte, viel Aufmerksamkeit zuteil geworden. "Wir haben keinen Anlass gesehen, diesen falschen Eindruck zu korrigieren", gibt Knezevic jetzt zu.
Funktioniert so Werbung und PR wirklich? Einfach nur dem Konsument ein Märchen erzählen, dafür sorgen, dass seriöse Zeitungen und Zeitschriften das Thema aufgreifen und diskutieren und sich dann vergnügt die Hände reiben? Kann man die Kunden immer noch für dumm verkaufen und darauf hoffen, dass sie die Strategie nicht durchschauen?
Wahrscheinlich ist es so. Die meisten Menschen werden auch noch in einem halben Jahr glauben, dass sich McDonalds jetzt für den Umweltschutz engagiert. Denn einmal Gelerntes und Geglaubtes verwirft der Mensch nicht so schnell. Und doch sollten Kommunikation und PR doch mittlerweile einen Schritt weitergehen. Menschen auf eine intelligente Art und Weise ansprechen, sie ernst nehmen und mit ihnen respektvoll umgehen. Je mehr Werbung den Endverbraucher erreicht, desto mehr lernt er doch auch zu differenzieren und Werbeversprechen zu hinterfragen. McDonalds PR-Lüge könnte also schnell nach hinten losgehen. Und dann hilft auch kein neues Logo mehr.
Schlagworte: McDonalds Bane Knezevic
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